Die Ausbildung zum Baupolier

Die Ausbildung zum diplomierten Baupolier bsu ag befähigt Sie in der Baubranche komplexe Bauobjekte im Hoch- und Tiefbau erfolgreich auszuführen. Der klassische Weg zum dipl. Baupolier führt über einen Lehrabschluss als Maurer und einer nachweisbaren Praxiszeit im Baubetrieb.

Ablauf der Ausbildung

Daten zum Lehrgang 2017: Der Lehrgang beinhaltet 2 Schulsemester à 17 und 7 Wochen und ein Praktikumssemester von mindestens 6 Monaten Dauer.

23.10.2017 - 09.03.2018 1. Semester (Vollzeitstudium)
12.03.2018 - 19.10.2018 2. Semester (Praktikum)
22.10.2018 - 07.12.2018 3. Semester (Vollzeitstudium)
10.12.2018 - 15.12.2018 Diplomprüfung
Dienstag, 18.12.2018 Diplomfeier
Fakten zur Ausbildung
  • Wir sind eine Vollzeitschule, d.h. dass Sie den Unterricht im 1. und 3. Semester von Montag bis Freitag ganztägig besuchen.
  • Das Praktikumssemester dauert 8 Monate von Anfang März bis Mitte Oktober. In dieser Zeit müssen Sie mindestens 6 Monate in einem Baubetrieb als Teamleiter, Vorarbeiter oder Polier tätig sein.
  • Das Praktikum ist zwingender Bestandteil der Ausbildung. Während dieser Zeit bearbeiten Sie Aufgaben, welche Bestandteil der Diplomnote sind.
  • Unsere Lehrpersonen sind Spezialisten mit einer grossen Erfahrung in Ihrem Fachbereich. Wir stellen an uns und die Ausbildung höchste Anforderungen.
  • Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Diplom und den in der Baubranche bekannten und anerkannten Titel: Diplomierter Baupolier bsu ag
Fächertafel (inkl. Praktikumsarbeit)
  Anzahl Lektionen
Organisation  
Deutsch 30
Präsentationstechnik 14
Mathematik/Geometrie 44
Rechtskunde 30
Informatik 44
Vermessung 44
Mitarbeiterführung 36
Arbeitssicherheit/Umwelt 40
Baustellenorganisation 54
Produktion  
Hochbau 76
Tiefbau 98
Tragwerk/Stahlbeton 55
Schalungsbau 54
Administration  
Bauadministration 76

Praktikumssemester (2. Semester)

Das Praktikumssemester dient der Festigung des gelernten Wissens aus dem 1. Semester und als Grundlage für den Unterricht im 3. Semester. Die Schüler müssen mittels einer schriftlichen Bestätigung belegen, dass Sie Ihr Praktikum in einem Baubetrieb absolvieren. Während des Praktikums lösen die Schüler Praktikumsaufgaben, welche benotet werden und Bestandteil der Diplomnote sind.

Der Aufwand für die Praktikumsarbeit beträgt ca. 70 Stunden und beinhaltet die Lösung von praxisbezogenen Fragestellungen aus den Fächern:

  • Arbeitssicherheit/Umwelt
  • Baustellenorganisation
  • Hochbau
  • Tiefbau
  • Tragwerksverhalten
  • Schalungsbau
  • Bauadministration

Die Praktikumsarbeit soll unter der fachlichen Begleitung des Arbeitgebers erfolgen und vom Schüler persönlich und in Eigenarbeit erstellt werden.

Prüfungen

Das Schulreglement regelt den Inhalt der Ausbildung und das Qualifikationsverfahren (Prüfungen) im Detail. In der folgenden Darstellung wird schematisch aufgezeigt, wie das Qualifikationsverfahren während und am Ende der Ausbildung erfolgt:

Zeitpunkt Bewertung
1. Semester Semesternote aus mind. 2 schriftlichen Prüfungen
2. Semester Note für Praktikumsarbeit
3. Semester Semesternote aus mind. 2 schriftlichen Prüfungen
Diplomprüfung Schriftliche Prüfung in jedem Fach
Mündliche Note aus Präsentation Praxisarbeit und Befragung der Experten

Die Diplomnote, welche den Erfolg des Qualifikationsverfahrens darstellt und mindestens 4.0 betragen muss, setzt sich aus folgenden Teilnoten zusammen:

Diplomnote Mindestnote Gewichtung
Durschnitt 1. und 3. Semester 4.0 25%
Praktikumsarbeit 4.0 25%
Diplomprüfung (schriftlich und mündlich) 4.0 50%*

*Teilgewichtung: schriftlich 80%, mündlich 20%

Ausbildungskosten

Bei den unten aufgeführten Ausbildungskosten ist zu berücksichtigen, dass Sie bei Erfüllung der Bedingungen, vom Parifonds Bau und Ihrem Heimatkanton, finanzielle Beiträge erhalten. Erkundigen Sie sich zwingend, bevor Sie Ihr Arbeitsverhältnis auflösen oder die Ausbildung beginnen, beim Parifonds Bau und Ihrem Kanton, welche Bedingungen Sie erfüllen müssen, damit Sie beitragsberechtigt sind.

Schulgeld 1. Semester*
inkl. Praktikumssemester
CHF 9'600
Schulgeld 3. Semester* CHF 6'400

* Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat für die Subventionen von Kursen auf eidgenössische Berufs- und höhere Fachprüfungen eine Neuregelung eingeführt. Die wichtigste Neuerung dabei ist, dass Subventionen nicht wie bis anhin an die Schulen ausbezahlt werden (sogenannt angebotsorientiert), sondern direkt an die Schüler. Nach Absolvieren der eidgenössischen Prüfung können die Schüler - unabhängig vom Erfolg - durch Einreichen der Zahlungsbestätigung der besuchten Kurse eine teilweise Rückerstattung der Kursgebühren einfordern. 

 

Bundesbeiträge für Kurse, die auf eidgenössische Prüfungen vorbereiten

Ab Januar 2018 werden Absolvierende von Kursen, die auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten, finanziell unterstützt. Sie können einen entsprechenden Antrag beim Bund stellen. Der Bundesrat hat die neue subjektorientierte Finanzierung am 15. September 2017 verabschiedet.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Leistungen des Parifonds Bau
Beim Parifonds Bau ändert sich grundsätzlich nichts. Der Parifonds Bau leistet an die Vorbereitungskurse für die Berufsprüfungen entsprechende Tagespauschalen. Diese Leistungen sind ein Beitrag an die Gesamtaufwendungen für die Teilnahme an den Vorbereitungskursen und decken einen Teil der Kosten ab. Die Abrechnung mit dem Parifonds Bau erfolgt weiterhin nach den bekannten Vorgaben des Parifonds Bau. Hat der Kursteilnehmer einen Arbeitgeber, so werden die Leistungen an diesen entrichtet. Hat der Kursteilnehmer keinen Arbeitgeber, erfolgen die Leistungen direkt an den Kursteilnehmer. Die Leistungsentrichtungen haben keinen Zusammenhang mit den Subventionen durch den Bund, Die Leistungen des Parifonds sind ebenfalls in der Muster-Weiterbildungsvereinbarung berücksichtigt.

Entsprechende Informationen zu den Parifonds-Statuten und dem Leistungsreglement finden Sie hier: www.consimo.ch/pb/

Zulassungbedingungen

Damit Sie an unserer Schule Ihre Ausbildung beginnen können, müssen Sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Zur Ausbildung zugelassen werden Maurer mit eidg. Fähigkeitszeugnis oder Baufachleute aus anderen handwerklichen Bauberufen bei nachgewiesener Baustellenerfahrung in einer Bauunternehmung

Zusätzlich müssen folgende Bedingungen erfüllt sein

  • mindestens ein Jahr Baustellenpraxis nach Lehrabschluss
  • Vollendung des 20. Altersjahres im Jahr des Eintritts in die Polierausbildung

Die Aufnahme geschieht ohne Aufnahmeprüfung. Bei Platzmangel entscheidet der Schulleiter unter Berücksichtigung der Berufserfahrung und des Alters wer aufgenommen und wer auf die Warteliste gesetzt wird